Training

Trainiert wird bei Freystatt aber nicht nur auf Veranstaltungen, sondern auch zwei bis dreimal die Woche. Im Sommer auf unserem Gelände in Berlin-Pankow (Nähe S-Bhf. Wollankstr.), im Winter in verschiedenen Sporthallen. Wir trainieren bei uns den Umgang mit vielerlei Waffenkombinationen: vom Klassiker Schwert und Schwert/Schild, über Axt, Sax, Säbel und Einhandspeer mit Schild, über den zweihändig geführten Speer bis hin zur Dänenaxt.

Alle unsere „Waffen“ entsprechen dabei den gängigen Freikampfregelwerken, d.h. die Schwerter und Äxte weisen Schlagkanten von mindestens 2mm auf und besitzen abgerundete Spitzen, während die Speere an den Spitzen verdickt sind.

Wir trainieren weniger den choreographierten Schaukampf, /sondern den Freikampf, mit dem Ziel den Gegner zu treffen. Der meistgeübte Kampfstil ist dabei der „Codex Belli“, bei dem nur Oberarme, Torso und Oberschenkel Trefferzone sind. Aber auch Huscarl, bei dem die Trefferzonen auf Kopf, Unterarme, Hände und Unterschenkel erweitert sind, wird bei uns praktiziert. Einige Mitglieder stellen auch grade Ausrüstung für Vollkontakt osteuropäischer Ausrichtung zusammen.



Wie bei jeder Sportart bzw. jedem Kampfsport kann es zu Verletzungen kommen. Deshalb wird die SICHERHEIT bei Freystatt groß geschrieben. Jeder Kämpfer hat nicht nur für seine eigene Sicherheit und Gesundheit Sorge zu tragen, sondern auch für seinen Kampfpartner. Um dieses zu erreichen wird oft und gezielt trainiert und niemand wird in eine Schlacht oder offenen Übungskampf gelassen, der nicht die nötigen Fähigkeiten und Reaktionen besitzt. Die wichtigsten Phasen des Trainings sind: Paraden, Angriffe, Lauftraining, freie Kombinationen und schließlich das freie Schlachttraining.


Um am Freystatttraining teilzunehmen muß man/frau mindestens 16 Jahre alt sein und über eine gewisse mindest Körperkondition verfügen. Bei Minderjährigen ist des Weiteren eine Trainingserlaubnis und eine Aufsichtsbefreiung des Vormunds zwingend erforderlich. Auf Wunsch können die Vormünder das Training vorab besuchen oder auch ein Treffen mit dem Trainer oder Jugendwart vereinbaren.

Um in das Training hineinzuschnuppern müssen nur Sportkleidung und dicke Handschuhe mitgebracht werden. Eigene Waffen oder weitere Schutzausrüstung werden von Anfängern nicht benötigt. Zu Beginn wird erst einmal mit Holz trainiert um ein Gefühl für Körper und Waffe zu bekommen. Später kann anhand der in der Gruppe vorhandenen Ausrüstung die persönlich bevorzugte Waffenkombination gefunden werden.