Gromir

Westslawischer Krieger um 990 n.C.

Im Jahre 983, genau an den Tagen vor dem 29. Juni, sammelten sich slawische Verbände zu einem Aufstand, der über 150 Jahre Christliche Befreiung versprach.

An diesem Liutizenbund waren die gesammten, östlichen der Elbe gelegenen, Stämme bis zur Oder beteiligt.
Im Norden die Raden, Redarier und Obodriten. Im Osten die Ukranen.
Die Südlichsten Stämme waren die Wilzen mit den Stodoranen, Hevellern und den Sprewaren/ Sprewanen.
Der Funke zu diesem Aufstand ging wohl vom Obodritenfürsten Mistewoi aus, der aus einem enttäuschten Bündins seine lehre ziehen musste und dem christlichen glauben wieder den Rücken kehrte und mit viel hass Vergeltung ankündigte.

Der junge Slawische Krieger Gromir wurde als jüngster Sohn in Gebiet um den Eichengrund geboren, Die Siedlung gehörte zu den südlichsten Siedlungskammern des Sprewarenstammes. Die Sprewaren (948 erstmals als Zpriauuani urkundlich erwähnt) gehörten zu den Einwanderergruppen die ab 720 n.C. die verlassenen Gebiete der Germanen besiedelten. Sie kamen hauptsächlich aus dem Weichsel oder Karpartenraum (Grund für die Wanderungen waren wohl kriegerische Auseinandersetzungen mit den Awaren.) Ihren Namen bekamen sie auf Grund der Siedlungsnähe zur Spree, ihr Stammeszentrum lag im heutigen Köpenick.

Als die Brennaburg, der Hauptsitz der Heveller, im Sommer 983 gestürmt wurde war Gromir ein sehr junger und unerfahrener Krieger, der gerade mal gelernt hatte ein Schwert richtig zu halten.
Er war seit anbeginns seines Lebens mit seinen älteren Brüdern in den sumpfigen Wäldern unterwegs um Holz zu schlagen um dieses zu verkohlen.
Von ihnen lernte er den Umgang mit Schwert und Schild und die Verteidigung des Lagers und der Kohle. Der gute Kontakt zu den Schmieden und ganz besonders zu dem Schmied Brünning in der nähe, verhalf ihm zu einem sehr guten Schwert.

Die Nachricht, das sich die Stämme östlich der Elbe zusammen tun, um sich gegen die christlichen Ottonen und der Zwangsmissionisieren zu wehren, erhielten sie durch die ständigen Kontakte der Händler und durch die Boten, Die Meldungen breiteten sich aus wie ein Lauffeuer. Sofort war klar, das alle waffenfähigen Männer sich sammelten und sich den Heeren des Bundes anschließen. So wurde auch Gromir ein Krieger.

Heute gut 7 Jahre später, sind die Heerschaftsverhältnisse noch lange nicht stabil, die Bedrohung aus dem Westen nimmt nicht ab, ständig ersuchen die Heveller die Heere des Bundes um Unterstützung. Die Sprewarischen Krieger pendeln stets zwischen den umkämpften Fronten an Elbe und Havel, und ihren eigenen gebieten.